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Sonntag, 11.06.2006 Alter: 12 Jahr(e)
200 junge Leute beim ersten „CVJM-Club-Camp“ in Wetzlar

Viertägige Zeltstadt an der August-Bebel-Schule

„Sonne, Sonne!“ Ein erleichterter Schrei klingt über den Beachvolleyballplatz an der August-Bebel-Schule in Wetzlar-Naunheim. Ausgestoßen von einem Teilnehmer des „CVJM-Club-Camps“ - kurz „C3-Camp“, bei dem rund 200 Jugendliche und ihre Betreuer vier Tage lang zu einem großen Zeltlager mit Erlebnisprogramm das Schulgelände ausgewählt haben. Die Sonne ist tatsächlich rar, stattdessen hat Regen das Camp mit seinen über 50 Zelten im Ablauf beeinträchtigt. Die Mitarbeiter und Teilnehmer sind froh, dass sie viele Programmpunkte in den Räumen der Bebel-Schule durchführen können.
Das erstmals ausgerichtete Camp soll zu einer festen Einrichtung werden, jeweils von Himmelfahrt bis zum darauffolgenden Sonntag, so CVJM-Bundessekretär Bernd Reininghaus (Lahnau). In Ostwestfalen gibt es bereits ein ähnliches Zeltlager mit bis zu 500 Besuchern. Diese Teilnehmerzahl sei beim ersten Camp für die Region Hessen/südliches Westfalen noch nicht erreicht worden. Doch Reininghaus ist zuversichtlich, dass schon im nächsten Jahr die Zahlen sich verdoppeln werden. Zum Konzept des Camps gehört es, dass die Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren mit ihren örtlichen Jugendgruppen anreisen. Das Camp wird nur so gut wie sich die Gruppen im Programm einbringen, denn die Organisatoren stellen nur den Rahmen, so Organisationsleiter Andreas Götz aus Marburg-Michelbach. Programmideen sollen von den Jugendlichen selbst eingebracht werden. Dieses Konzept scheint die Teilnehmer zu begeistern. „Jeder hat sich selbst einbringen können, das fand ich gut“, so die 15-jährige Katharina Reiche aus Breitscheid, die in einer Gruppe mit elf Leuten angereist ist. Sie und ihre Freundinnen sind vor allem von den unterschiedlichen Angeboten begeistert. Jede CVJM-Gruppe hat Seminare und Workshops angeboten, etwa Tanz, Schminken, Sportturniere, Portmonaies aus Tetra-Pack herstellen oder Henna-Tatoos malen.


Auch der 18-jährige David Brehm aus Wilnsdorf bei Siegen hat das abwechslungsreiche Programm gelobt. Vor allem die sportlichen Angebote hatten ihn begeistert. Aber auch die Musik und die Themen rund ums Christsein fanden sein Interesse. „Die Stimmung unter den Teilnehmern war einfach gut“, so der Wilnsdorfer, der mit 13 Leuten zum Camp angereist ist.
Aus insgesamt 14 Orten sind die Jugendgruppen nach Naunheim gekommen. Hier treffen sich Leute aus Herborn und Sinn mit Jugendlichen aus Lohra, Raumland im Wittgensteiner Land oder Büschergrund. Bislang sind nur Mitarbeiter aus dem CVJM-Kreisverband Wetzlar-Gießen dabei. „Im Camp geht es nicht um eine Fernreise sondern um das gemeinsame Erleben“, so Reininghaus. Das wird sicher aber nach diesem Camp schnell herum sprechen, ist er sich sicher. Das Camp soll ein Highlight im Jahresablauf der wöchentlichen Gruppenarbeit werden.


Täglich hat Claus Hassing (Wölfersheim) zum Thema „Berggeschichten“ den Jugendlichen Abschnitte aus der Bibel ausgelgt. Er vergleicht das Leben mit einem Weg zum Gipfel. Und er gibt den Jugendlichen mit, dass Jesus Christus ihr Begleiter, ihr Freund, auf diesem Weg sein will. Die zehn Gebote der Bibel nennt er Orientierung, damit das Leben gelingen kann. „Gott will, dass wir den Gipfel, die Ewigkeit bei ihm erreichen“, so Hassing. Deshalb lädt er die jungen Leute zu einem bewußten Leben als Christ ein.
Bei den anschließenden Nachgesprächen in Kleingruppen haben die Jugendlichen sehr intensiv nachgefragt, freut sich Organisationsleiter Andreas Götz.


Das Camp ist zugleich auch Schulung für die mit angereisten Gruppenleiter. Täglich gibt es mit ihnen Lagebesprechungen, Austausch und Schulung. So gehen vom Camp aus Anregungen in die örtlichen Gruppen.
Überhaupt hat das „C3-Camp“ die Jugendlichen immer in Aktion gehalten. Mittags hat die Feldküche des CVJM-Kölschhausen ein schmackhaftes Essen zubereitet. Morgens und abends sind die Gruppen gefragt, selbst etwas auf den Tisch zu bringen. Jeder sorgt selbst dafür, dass sein Geschirr gespült ist, auch die Duschen und Toiletten werden von den jungen Leuten sauber gehalten.


Abends zieht Feststimmung im Camp ein. Die Katzenfurter Band „Reflex“ unter Leitung von Thomas Fricke begleitet das viertägige Zeltlager. Spiele, ein Marktfest, bei dem die Gruppen jeweils mit einem eigenen Stand entweder Essen oder Spiele anbieten, ein Gebetsabend und nächtliches Filmangebot runden das Programm ab.


Müde nach einem langen und abwechslungsreichen Tag fallen die Jugendlichen in ihrem Zelt in den Schlafsack. Gut, dass die Zelte bei dem Dauerregen dicht geblieben sind. Wenn es etwas zu verbessern gibt am C3-Camp, dann ist es das Wetter. Aber darauf hat der CVJM noch keinen Einfluss.

[Lothar Rühl]