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Freitag, 18.07.2008 Alter: 10 Jahr(e)
CVJM-Kreisverband führt 15. internationales Workcamp durch

Zehn junge Christen aus Mittelhessen haben in Russland Aufbauarbeit geleistet

Wetzlar (lr). Zehn junge Christen aus Mittelhessen haben in Russland an einem internationalen Workcamp teilgenommen. Dazu eingeladen hatte der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) im Kreisverband Wetzlar-Gießen. Unter Leitung von Wilfried Faber (Kölschhausen) verbrachten die Jugendliche 16 Tage in der russischen Stadt Tambow, rund 480 Kilometer südlich von Moskau. Zum Programm der Reise gehörte die Begegnung mit Vertretern der russisch-Orthodoxen Kirche, der Dershavin-Universität sowie der Goethe-Gesellschaft Tambow. Mit dem Workcamp wurden die seit 1990 bestehenden Kontakte zwischen Wetzlar und Tambow gepflegt. Zwischen dem Kirchenkreis Wetzlar und der Orthodoxen Eporchie Tambow und Micurinsk sowie zwischen den Goethegesellschaften gibt es Partnerschaften. Bereits zum 15. Mal hatte der CVJM zu der internationalen Begegnung eingeladen. Abwechselnd in Tambow Rußland und in der CVJM-Freizeitzentrum Rodenroth ermöglicht der Kreisverband die Jugendbegegnung. Während im vergangenen Jahr zehn junge Leute aus Tambow in Mittelhessen zu Gast waren, haben dieses Mal zehn junge Christen in Russland die Begegnung mit Leben gefüllt. Finanziell unterstützt wurde das internationale Workcamp durch das Bundsfamilien- und Sozialministerium, der rheinische Kirche und dem  Kirchenkreis Wetzlar.

Für ihre deutschen Gäste hatte die Dozentin der Dershavin-Universität und Vorsitzende der Goethe-Gesellschaft Tambow, Dr. Irina Besukladova, ein  umfangreiches Programm zusammengestellt. Eine Woche lang haben die mittelhessischen Jugendlichen beim Wiederaufbau der Klosteranlage Tregulaij mitgearbeitet. Dort haben sie beispielsweise Blumenbeete angelegt, die Anlage von Laub befreit und Bänke gestrichen. Das Kloster war während der Sowjetzeit enteignet und als Militärstützpunkt genutzt worden. Seit wenigen Jahren ist das Gelände wieder im Besitz der orthodoxen Kirche. Inzwischen konnte dort eine kleine Kirche gebaut werden und die Fundamente einer ehemaligen Klosterkirche wieder freigelegt werden. An einem Tag kam ein Ikonenmaler nach Tregulaij und stellte den CVJM'ern die Kunst des "Ikonenschreibens" vor. Viel Freude hatten die Jugendlichen beim anschließneden bemalen von Ostereiern aus Holz.

Der Besuch der Mittelhessen erregte großes öffentliches Interesse. Vier Mal haben regionale Fernsehstationen über das Workcamp berichtet. Auch die Zeitungen machten den Einsatz zum Thema, sogar die Tageszeitung "Argumente und Fakten", die russlandweit erscheint. In Tambow wurde die Besuchergruppe am Institut für Fremdsprachen der Dershavin-Universität empfangen sowie durch Erzpriester Victor Schalnjew von der Pitirim-Bruderschaft in der Lazaruskirche. Ein Ausflug führte in das Seminar des Kasaner Männerkloster. Dieses wurde auch mit Hilfe von Wetzlarer Geld- und Sachspenden wieder aufgebaut. In den vergangenen Jahren konnten durch Spenden aus Mittelhessen sowie des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland und des CVJM-Kölschhausen ein Traktor für die Bewirtschaftung des Klosters sowie ein Kleinbus finanziert werden. Im Zusammenhang mit einem Empfang in der Gebietsverwaltung (Landtag) nahmen die Jugendlichen an einem  Rundgespräch zum Thema "Jugend in der Gesellschaft" mit Vertretern aus  der Gebietsverwaltung und dem Jugendparlament teil.

Die Gruppe besuchte auch Mardowa, etwa 90 Kilometer von Tambow entfernt. In
der dortigen Kirche bestaunten die Mittelhessen eine einzigartige Ikonastase aus Keramik. In kommunistischer Zeit diente dieses Gotteshaus als Getreidespeicher, ein
Grund warum dieses einzigartige Kunstwerk erhalten geblieben ist. Weitere Ausflüge führten in eine Kadettenschule, nach Tachane auf das Landgut Lermantow`s , in eine Schokoladenfabrik, eine Behinderteneinrichtung sowie in die 95.000 Einwohner zählende Stadt Mitschurinsk. Hier wurden die Jugendlichen von der gesammten  Priesterschaft der Stadt begrüßt und bewirtet. Bei einem Rundgespräch diskutierten sie über Glaube, Tradition und Glaubenserfahrung. Beeindruckt waren die CVJM'er bereits von der Gastfreundschaft der Tambower bei ihrer Ankunft. Auf dem Bahnhof der 300.000 Einwohner zählenden Stadt wurden sie feierlich begrüßt, sowie mit Brot und Salz willkommen geheißen. Ebenso herzlich war das Abschiedsfest im Kloster Tregulaij mit einem Lagerfeuer. Dabei trat die Folkloregruppe Sudarinja auf, die vor einigen Jahren bereits in der Wetzlarer Kreuzkirche und in Kirchengeinden unserer Region aufgetreten ist. Auf der Hin- und Rückreise haben die Mittelhessen auch die Gelegenheit genutzt, um die russische
Hauptstadt Moskau kennen zu lernen. Sie besichtigten den Kreml, den Roten
Platz, das berühmte Kaufhaus Gum und die bekannte Christ-Erlöser-Kathedrale
am Ufer der Moskwa.

Der Abdruck des Berichtes und der Bilder erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Lothar Rühl.