Neues aus dem Kreisverband

22.11.2017

vom 03.01.2018 – 07.01.2018


19.11.2017

Am 23.9.2018 in Gießen.


 

100 Jahre Kreisverband Wetzlar/Gießen

Der CVJM-Kreisverband Wetzlar-Gießen feierte im Jahr 2006 seinen 100.Geburtstag. In dieser Zeit haben wir im Kreisverband immer wieder die Erfahrung machen dürfen, dass Gott treu ist. Deshalb stand als Motto über diesem Jahr: „In guten Händen - CVJM-Kreisverband Wetzlar-Gießen“.
Ganz viele Menschen - von der Liebe Gottes – berührt, haben sich hier eingebracht. Menschen, die „Jesus Christus als ihren Gott und Heiland“ erkannt haben und sich so aufmachten „das Reich ihres Meisters unter jungen Menschen auszubreiten.“ Auch heute gibt es viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ein brennendes Herz für Jesus haben und denen es unter den Nägeln brennt, Kinder und Jugendliche zum Glauben einzuladen. So können wir mit dem Jungschargruß getrost in das Jubiläumsjahr blicken: „Mit Jesus Christus mutig voran!“

Euer Eberhard Adam
Kreisverbandssekretär

Geschichte

Ein Jahrbuch des Westdeutschen Jünglingsbundes (heute CVJM Westbund) von 1889 ist das älteste noch erhaltene Dokument, in dem der CVJM Kreisverband Wetzlar-Gießen Erwähnung findet. Der "Wetzlarer Kreisverbindung", deren Vorsitzender Pastor Engelbert aus Kleinrechtenbach war gehörten zu diesem Zeitpunkt mit Ehringshausen, Großenrechtenbach, Katzenfurt, Leun und Hohensolms fünf Ortsvereine an. Der Verein in Großenrechtenbach ist der älteste und wurde 1877 gegründet. Das Gründungsdatum des Kreisverbandes muss also zwischen 1877 und 1889 liegen. Bis Mitte der 1930er Jahre schlossen sich immer wieder neue Ortsvereine der Kreisverbindung an.

Mit dem Aufkommen des Dritten Reiches wurde den Vereinen die Arbeit sehr erschwert, und viele lösten sich (zumindest offiziell) wieder auf. Einige Ortsvereine bestanden aber durchgängig bis zum Ende des Naziregimes. Nach 1945 wurden dann auch die meisten der zuvor aufgelösten Vereine erneut gegründet.

Mitte der 70er Jahre wurde über einen Zusammenschluss des Kreisverbandes Wetzlar mit dem 1947 gegründeten Kreisverband Gießen nachgedacht. In Gießen hatte sich seit 1972 kein Vorsitzender gefunden, und die Arbeit auf Kreisverbandsebene war in Folge dessen eingeschlafen. Bestärkt wurde das Vorhaben dadurch, dass im Rahmen der hessischen Gebietsreform auch die Städte Wetzlar und Gießen zur Stadt Lahn fusioniert werden sollten. 1975 wurden die Ortsvereine Allendorf-Lumda, Alten-Buseck, Gießen und Heuchelheim in den Kreisverband Wetzlar aufgenommen, der sich in CVJM Kreisverband Wetzlar-Gießen umbenannte. Der Kreisverband Gießen wurde aufgelöst. Die 1977 gegründete Stadt Lahn bestand nur bis 1979. Aufgrund des großen Drucks, den die Öffentlichkeit auf die Wiesbadener Regierung ausgeübt hatte, erlangten die Städte Wetzlar und Gießen am 1. August ihre Selbständigkeit wieder.

Heute ist der CVJM Kreisverband Wetzlar-Gießen ist Zusammenschluss von 26 Ortsvereinen. In vielen Ortschaften in unserer Heimat gibt es CVJM, von Ehringshausen über Rechtenbach bis Gießen, von Burgsolms über Leun bis nach Allendorf-Lumda. Alle diese Vereine sammeln sich unter dem CVJM Kreisverband und sind Teil des CVJM Westbundes, der aus dem CVJM in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und den Randgebieten Niedersachsens zusammengeschlossen ist. Über den CVJM-Westbund ist der Kreisverband dem CVJM-Gesamtverband angeschlossen, der mit anderen Nationalverbänden den CVJM-Weltbund bildet, zu dem über 25 Millionen Menschen auf der ganzen Welt gehören.

 

Geschichte des CVJM

Der Erste CVJM wurde 1844 in London gegründet. George Williams, der als 16-jähriger Lehrling zum Glauben an Jesus Christus gekommen war, gründete zusammen mit einigen anderen jungen Männern, mit denen er sich regelmäßig zum gemeinsamen Bibellesen und Beten traf die Young Men's Christian Association (YMCA). Ziel dieses Vereins war vor allem die Mission von jungen Männern. Bald entstanden auch in anderen Ländern Vereine mit gleichem Ziel und einer ähnlichen Struktur.
1855 entschloss man sich, anlässlich der Weltausstellung in Paris einen Weltbund zu gründen. In einer kleinen Pariser Kapelle wurde die so genannte Pariser Basis beschlossen - die Grundlage der CVJM-Arbeit weltweit:

"Die Christlichen Vereine Junger Männer* haben den Zweck, solche jungen Männer miteinander zu verbinden, welche Jesus Christus nach der Heiligen Schrift als ihren Gott und Heiland anerkennen, in ihrem Glauben und Leben seine Jünger sein und gemeinsam danach trachten wollen, das Reich ihres Meisters unter jungen Männern auszubreiten."

Der erste größere Verband christlicher Vereine in Deutschland, der Rheinisch-Westfälische-Jünglingsbund, entstand 1848. Auch in anderen Gegenden Deutschlands entstanden in den nächsten Jahren solche Verbände. Aus den Zusammenkünften dieser Jünglingsbünde, von denen die erste 1882 in Detmold stattfand, entwickelte sich später der CVJM-Gesamtverband Deutschland. 1883 entstand in Berlin der erste deutsche CVJM. Gründer war der Deutsch-Amerikaner Friedrich von Schlumbach. Es sollten in diesem Verein nicht nur die bestehenden Kreise gepflegt werden, sondern auch "religionsfremde" Menschen, vor allem Jugendliche, angesprochen werden. Schon seit den 1960er Jahren nehmen immer mehr Frauen an der Arbeit des CVJM teil. Aus diesem Grund wurde der Christliche Verein Junger Männer 1985 offiziell in den Christlichen Verein Junger Menschen umbenannt.

* Heute steht die Mitgliedschaft im CVJM jedem offen, ganz gleich welches Geschlecht, Alter, welche Nationalität oder Konfession man hat.